Diagnostik
Laboruntersuchungen:
Ein Großteil der diagnostischen Maßnahmen im Bereich der Hämatologie/Onkologie und Immunologie besteht in vielen verschiedenen Laboruntersuchungen, die häufig auch an entfernte spezialisierte Labors gesendet werden müssen.
Da das Blutbild für den Hämatologen ein sehr wichtiges Beurteilungsinstrument darstellt, wird dieses mit einem entsprechendem Gerät in der Praxis sofort nach Entnahme durchgeführt. Es werden weitere Untersuchungen wie Blutsenkung, Blutzucker sowie Urinstatus und Urinsediment direkt in der Praxis durchgeführt. Auch die mikroskopische Beurteilung von Blut- und Knochenmarkausstrichen erfolgt in der Praxis.
Knochenmark-Biopsie:
Für sehr viele Blut- und Lymphknotenerkrankungen ist zur Sicherung der Diagnose eine Gewebeprobe aus dem Knochen und Knochenmark erforderlich, eine sogenannte Knochenmark-Biopsie. Diese Untersuchung wird hier in der Praxis ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Dies ist ein kurzer, nicht belastender Eingriff von wenigen Minuten, der oft zur Diagnosesicherung beitragen kann.
Dabei wird ein Knochenzylinder gewonnen, der in einer Pathologie, oft mit hämatologischem Schwerpunkt, weiter untersucht und beurteilt wird. Die Ausstriche des Knochenmarkes werden in der Praxis gefärbt und mikroskopisch untersucht, in schwierigen Fällen kann auch dies ergänzend durch ein pathologisches Institut mit Schwerpunkt Hämatologie erfolgen.
Gerade im Zusammenhang mit Lymphknoten-Erkrankungen, aber auch mit verschiedenen Bluterkrankungen ist eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Referenzzentren in Deutschland wichtig.
Ultraschall-Untersuchungen:
Viele Blut- und Lymphknotenerkrankungen zeigen eine Beteiligung von Leber und Milz bzw. von Lymphknoten im Bauch; auch bei Tumorerkrankungen ist der Bauch-Ultraschall ein ganz wichtiges Hilfsmittel, was sowohl bei der Diagnostik als auch im Verlauf einer Erkrankung eine wichtige Untersuchung darstellt. Die Ultraschall-Untersuchung ist für den Hämatologen/Onkologen eine alltägliche häufige und wichtige Untersuchung.